Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

es ist wohl normal, dass wir alle die Sonnenseite des Lebens viel lieber mögen, als Zeiten, in denen dunkle Wolken aufziehen. Wenn es uns einmal richtig gut geht, dann hoffen wir, es möge immer so bleiben.

In schwierigen Zeiten wünschen wir uns, sie mögen möglichst schnell vorübergehen. Doch ob Sonne oder Gewitterwolken, beides ist ein Teil unseres Lebens. Und Leben heißt Veränderung.

Seit knapp einem Jahr haben wir alle massive Veränderungen erfahren und werden wohl noch eine ganze Weile damit konfrontiert sein. Dass es das Corona-Virus gibt, können wir nicht ändern, auch wenn manche hoffen, es möge auf wundersame Weise (oder mit genügend Impfstoff) einfach verschwinden.

Und wie dann in diesen Zeiten trotzdem positiv und optimistisch sein? Dazu geht uns immer wieder ein Zitat des amerikanischen Autors und Dozenten Werner Erhard durch den Kopf: „Happiness is a function of accepting what is.“ Frei übersetzt:
Glück ist das Ergebnis der Akzeptanz der Gegebenheiten. Und hier liegt für uns
des Pudels Kern: Akzeptanz der Gegebenheiten! Das heißt absolut nicht, dass wir etwas gut finden müssen, vielmehr dass wir fähig sind, die Geschehnisse, die außerhalb unserer Macht liegen, zu akzeptieren. In einfachen Worten: Es ist, wie es ist!

Nun heißt es ja oft in Büchern über das Positive Denken sinngemäß: Positives Denken ist die Fähigkeit, aus jeder Situation das Beste zu machen. Theoretisch kein Problem und allen klar. Praktisch jedoch, wenn es tatsächlich einmal schwierig wird, die große Herausforderung und deren Umsetzung, die notwendig ist, um das Leben weiterhin lebenswert und gut zu machen.

Nach einer Studie achten wir viermal mehr auf Gefährliches als auf Gutes. Jetzt haben wir die Gelegenheit, diese lebensfeindliche Gewohnheit zu durchbrechen. Wir dürfen nicht zulassen, dass uns die vielen negativen Zukunftsaussichten in den
Medien – für die nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind – in Angst und Schrecken versetzen und damit jeder Mitmensch – vor allem corona-bedingt - zu einer potenziellen Gefahrenquelle „mutiert“.

In der Angst können wir keine überdachten Entscheidungen treffen, verlieren unsere Kreativität, unsere Lebensfreude, werden handlungsunfähig und – was jetzt besonders wichtig ist – wir schwächen unser Immunsystem. Die Angst ist die Mutter des Befürchteten!

Von Goethe stammt das Zitat: „Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.“ Um das zu erkennen, müssen wir unseren Blick verstärkt auf das Gute richten, das gleichermaßen vorhanden ist. Dankbar sein für so vieles, was uns neben allen Herausforderungen
täglich geschenkt wird. Das ist wesentlich besser und gesünder, als sich in endlose Gespräche über Corona, die drohenden Gefahren und den bevorstehenden 'Weltuntergang' verwickeln zu lassen.

Durch die Einschränkungen verbringen viele von uns jetzt Zeit in der Natur. Bei Spaziergängen, Radtouren, Wanderungen. Das ist ein wunderbares Mittel gegen
trübe Gedanken und um wieder eins mit sich und der Welt zu werden. Die Natur hat heilende Kräfte. Kein Baum macht sich Sorgen um Corona, kein Grashalm, kein Tier. Die Natur strebt nach Wachstum und Entwicklung. Und dieses Streben ist auch in uns Menschen angelegt. Materielles Wachstum war in den vergangenen Jahren oft das Hauptziel. Vielleicht haben wir nun die Zeit für seelisches und geistiges Wachstum.

Gerade schwierige Situationen fordern uns als Mensch auf, klarer zu werden über das, was uns ausmacht. Was in unserem Leben wichtig ist, wie wir mit uns, unseren Mitmenschen, unserem Leben umgehen wollen. Was wir dazu beitragen können, damit diese Welt lebenswerter, heller und friedlicher wird.

Und eins ist sicher, irgendwann ist unser Leben zu Ende, ob mit einem Autounfall, einer Krankheit, Corona oder einfach in dem Moment, in dem es uns bestimmt ist. Dann zählt nicht, wie viel Sorgen wir uns gemacht haben, wie viel Ängste uns unseren Schlaf geraubt haben, wie oft wir unser Leben auf später verschoben
haben. Dann ist die wichtigste Frage: Wie haben wir - wie habe ich gelebt? An was kann sich die Welt erinnern, wenn wir einmal nicht mehr sind? Wäre es dann nicht jammerschade, wenn unsere Lebensbilanz zum größten Teil aus Sorgen und Nöten
bestanden hätte, die zum großen Teil gar nicht eingetroffen sind?

Das Leben findet täglich statt – in schönen, aber auch in dunklen Zeiten. Mit eigenen Gedanken, Worten und Taten können wir aktiv dafür sorgen, dass es ein
lebenswertes, fröhliches, energiereiches Leben ist. Kümmern wir uns nicht allzu sehr, um das was kommen wird, sonst verpassen wir die einzige Zeit, die uns zur
Verfügung steht, die einzige Zeit, in der unser Leben tatsächlich stattfindet: HEUTE!

Daher wünsche uns allen eine große Portion Lebensfreude, Zuversicht und Vertrauen. Und natürlich vor allem Gesundheit!

Mit kollegialen Grüßen

Ihr CONZEPTA Team

 

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